Bienenweiden und Blühstreifen anlegen

Fast jeder hat bereits davon gehört: Die Bienen und andere Insekten sind akut vom Sterben bedroht! Laut einer Studie des Naturschutzbundes Deutschland, ist in den vergangenen 27 Jahren die Zahl der Insekten um 75% zurückgegangen. Damit sind auch bestäubende Insekten betroffen, von deren Existenz indirekt auch die Ernährung der Menschen abhängt. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. In diesem Zusammenhang beginnen mehr und mehr Kommunen und Privatinitiativen, mit der Schaffung von Blühstreifen als sogenannte Bienenweiden. Auf solchen Grünflächen werden bienenfreundliche Blühpflanzen angesiedelt, die den Tieren Nahrung geben. Selbstverständlich wird hier auf Insektizide verzichtet.

Auch sollte man bei der Wahl der Bepflanzung im heimischen Garten solchen Pflanzen Vorzug geben, deren Blüten nicht gefüllt sind. Denn bei den gefüllten Blüten erreichen die Bienen die pollentragenden Blütenstempel nicht. Ein Bienenunterschlupf aus unbehandeltem Massivholz wie zum Beispiel Eiche, mit kleinen Lochbohrungen, an einem sonnigen Standort aufgestellt, rundet das Angebot ab.

Solche Bienenweiden entstehen, bzw. entstanden bereits in vielen Kommunen, wie zum Beispiel Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, etc. In der Stadt Essen sind auf allen städtischen Grünstreifen an Straßen und bepflanzten Verkehrsinseln, ungespritzte Blühbepflanzungen etabliert. Wir hoffen, dass diese Beispiele auch im privaten Umfeld Nachahmer finden.

Fahrradfahren

Nicht wirklich neu, zugegeben, aber vor allem in großen Städten deutlich zunehmend: Fahrradfahren

Große Städte räumen, bedingt durch die Problematik der Luftverschmutzung und des hohen Verkehrsaufkommens, dem Radverkehr stadtplanerisch zunehmend Prioritäten ein. Allen voran Kopenhagen. Das Radwegenetz wird ständig erweitert, holperige Straßenübergänge werden baulich verbessert, Ampelschaltungen geändert. Oft werden auch stillgelegte gradlinige Bahntrassen zu Fahrradschnellwegen umgenutzt. Technische Neuerungen wie Gabel- und Sattelfederungen, unempfindlichere Reifen, auf die Nutzer ergonomisch angepaßte Sättel und Rahmen und diverse Ausrüstungsgegenstände haben die Räder viel komfortabler gemacht. Daneben erleichtern E-Bikes das Fahren und ermöglichen die Überwindung größerer Distanzen. Fahrrad-Mietangebote in größeren Städten ergänzen das Angebot. Viele Firmen räumen heute Ihren Angestellten E-Bike-Leasing-Möglichkeiten ein und schaffen Fahrradabstellplätze. Das Radfahren hat einige positive Aspekte: Es erspart bei zunehmenden Mobilitätsansprüchen der wachsenden Städte Raum für Autostellplätze, vermindert den Ausstoß von CO2 und Stickoxiden, spart Unterhaltskosten für PKWs und verbindet den Arbeitsweg zugleich mit der Prävention von Bewegungsmangel.

Strom Communities

Strom Communities sind Gemeinschaften von privaten Stromerzeugern, die sich zur gemeinsamen Selbstversorgung mit Strom zusammengeschlossen haben. Dazu braucht es Solarzellen auf den Gebäuden mehrerer Nutzer, mit angeschlossenen Speicherbatterien, sowie Hard- und Software um den erzeugten eigenen Stromüberschuß, bzw. den Strommangel durch die Kapazitäten der Mitglieder auszugleichen. Finden sich ausreichend Teilnehmer kann man sich weitgehend von den herkömmlichen Stromversorgern unabhängig machen. Nur im Notfall, bei andauernd bedecktem Himmel in der dunklen Jahreszeit, muß man auf konventionell erzeugten Strom zurückgreifen. Hier der Link auf einen Artikel im Nachrichtenmagazin Spiegel-Online, zum Thema

Mieten statt kaufen

Wir kennen es alle schon vom Leihwagen im Urlaubsort, vom Lastwagen zum Umzug, oder von geliehenen Gartentischen für die Gartenparty: Mietverhältnisse statt Erwerb. Dabei muss man nicht Hollywoodstar sein, um sich Abendgarderobe und Edelsteincolliers für die Oskarverleihung zu mieten. Inzwischen bieten mehr und mehr Wirtschaftsunternehmen Konsumgüter mitsamt Versicherungsschutz, alternativ zum Kauf, an. Dabei sind nicht nur Parkettschleifmaschinen, Mörtelmischmaschinen oder anderes Werkzeug, zur Benutzung zu haben. Heute können auch Kleidungsstücke, Kinderwagen, und sogar Möbel gemietet werden.

Es bietet sich geradezu an, Geräte und Kleidung die nicht häufig, oder über einen längeren Zeitraum benötigt werden, auf diesem Weg zu nutzen. Zumal solche Dinge nicht längerfristig Stauraum in Anspruch nehmen. Diese Argumente zählen zusätzlich, besonders, da heute erworbene oder gemietete Grundstücke und Wohnungen ehr kleiner ausfallen, und Häuser mehrheitlich ohne Keller gebaut werden. Wir finden: Mietverhältnisse statt Erwerb sind eine Überlegung wert. Auf diesem Weg können zudem Ressourcen gespart und die Umwelt geschont werden.

Freiwillige CO2 Kompensation / Emissionshandel

Heute soll der freiwillige Emissionshandel über Zertifikate vorgestellt werden.

Wirtschaftsunternehmen weltweit verbrauchen bei ihren Produktionsprozessen Energie. Bei der dazu notwendigen Verbrennung fossiler Energieträger, wird das klimaschädliche Gas CO2 freigesetzt/emittiert. Um den damit verbundene Schädigung der Umwelt auszugleichen, zu kompensieren, müssen die Unternehmen sogenannte CO2 Zertifikate kaufen. Ein CO2 Zertifikat entspricht der Einsparung von 1 Tonne CO2 Äquivalent durch ein Klimaschutzprojekt, das nachweislich diese Menge an CO2 eingespart oder reduziert hat. Welche Anzahl von Zertifikaten die Unternehmen erwerben müssen, ist im Kyoto-Abkommen zum Schutz der Umwelt geregelt. Was in der Weltwirtschaft in dieser Art geregelt ist, können auch gewissenhafte Privatpersonen freiwillig tun. So bieten zum Beispiel Fluglinien Erwerb und Stilllegung solcher Zertifikate, zum Ausgleich für das durch Flug anfallende CO2 an. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn sich die Emissionen anderweitig nicht hätten vermeiden oder reduzieren lassen, und das Klimaschutzprojekt ohne die Erlöse aus dem Verkauf der Zertifikate nicht hätte realisiert werden können. Es handelt sich also um eine moderne Art des Ablasshandels gegenüber der Umwelt. Das Gute an dieser Art der Gewissenserleichterung ist die genaue Berechnung des angemessenen Preises/Wertes der Kompensation. Das Angebot von freiwilliger Kompensationsleistung an Verbraucher hat zusätzlich einen bewusstseinsbildenden Effekt für die Konsequenzen des eigenen Handelns.

Zum Nachlesen https://www.dehst.de/DE/Klimaschutzprojekte-durchfuehren/Freiwillige-Kompensation/freiwillige-kompensation-node.html

Plant-for-the-Planet

Diese Kinder- und Jugendinitiative kam zustande durch das Engagement von Felix Finkenbeiner, der im Alter von neun Jahren 2007 seine Umweltschutzkampagne begann. Deren Ziel ist es, Kindern, deren Eltern, sowie weitere Menschen für den Klimawandel zu sensibilisieren und für ihr Klimaschutzprojekt zu begeistern. Mittels weltweiter Baumpflanzaktionen nach Vorbild der verstorbenen afrikanischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, soll CO2 aus der Luft gebunden werden, um die Erderwärmung zu bremsen. Ziel ist es, Menschen dazu zu bewegen, in jedem Land der Erde jeweils eine Million Bäume zu pflanzen. Zur Finanzierung der Pflanzungen verkauft die Initiaitve eigene Bio-Schokolade, T-Shirts und Publikationen zum Thema, und sammelt Spendengelder. Bis heute wurden bereits 15.205.110.774 Bäume gepflanzt. Zum Nachlesen: www.plant-for-the-planet.org

Stadtimkern Urban Beekeeping

Die Imkerei zur Honigproduktion ist landläufig bekannt. In den vergangenen Jahren hat sie vermehrt Einzug in die Städte gehalten. Wo man zunächst keine Bienenweiden vermuten würde, ist dennoch inzwischen die Imkerei weit verbreitet. Ausgehend von den Dachterrassen Manhattans, in den 70ger Jahren, hat hierzulande die Imkerei Hinterhöfe, Privatgrundstücke und Balkone als Aufstellorte für die Bienenstöcke erreicht. Gärten, Stadtwälder und Parks bieten dabei den Bienen mehr von Pestiziden unbelastete Blüten, als große ländliche Monokulturen. Im vergangenen Jahr ist ein durchschnittlicher Rückgang bestäubender Insekten um 80% verzeichnet worden. Wo aber keine Bienen die Blüten befruchten, gibt es keine Obst und Gemüseerträge. Daher begrüßt der Imkerbund die Stadtimkerei im Grundsatz. Allerdings mit Einschränkungen. Denn die Bienenvölker brauchen Pflege: Als zeitgeistgemäßen Modetrend sollte Bienenhaltung nicht betrachtet werden.

Informieren Sie sich hier:

Deutschland summt! – Stadtimkerei
Bienenkiste – Bienen halten in der Stadt

Desweiteren besteht die Möglichkeit, sich durch eine Bienenpatenschaft zu engagieren:

Bienenpatenschaft – was ist das?

CarSharing

Beim CarSharing, das sich inzwischen in vielen Städten wachsender Beliebtheit erfreut, teilen sich mehrere Nutzer nach verschiedenen Modellen ein oder auch mehrere gemeinsames Auto/s. Dabei wird das Fahrzeug hauptsächlich für kürzere Zeiträume oder einzelne Fahrten, bzw für Fahrten innerhalb bestimmter Gegenden, gemietet. Häufig genutzt werden CarSharingmodelle von jungen Erwachsenen, die zum Beispiel als Stadtbewohner auf gute öffentliche Personennahverkehrsstrukturen zurückgreifen können und nur gelegentlich auf einen PKW nicht verzichten wollen. Bei öffentlichen CarSharingnetzen kennen sich die verschiedenen Nutzer eines CarSharinganbieters in der Regel nicht. Dem entgegen stehen die privat organisierten CarSharing-Modelle wie zum Beispiel Wohngemeinschaften die sich ein Fahrzeug teilen oder das kleine Eifeldorf Gey, das als CarSharing-Gemeinschaft ein Dorf-Fahrzeug unterhält. In jedem Fall sparen beide CarSharingvarianten Kraftstoffe, Haltungskosten und Platz. Platz auf Abstellflächen und Platz auf den Straßen. Denn wer ein eigenes Auto unterhält, auch wenn er es nicht wirklich bräuchte, nutzt es auch.

Übrigens: Auch in Rheda-Wiedenbrück hat sich die Lokale Agenda 21 für ein solches Angebot eingesetzt. Es gibt 3 Standplätze in der Stadt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: CarSharing in Rheda-Wiedenbrück

Stichworte zur weiterführenden Netzrecherche: CarSharing, CarSharing-Gemeinschaft Gey Mitfahrzentralen

CarSharing am Bahnhof Rheda

CarSharing am Bahnhof Rheda

Klimawandel-Dokumentarfilm „Before the Flood“

Wie schlimm steht es wirklich um den blauen Planeten? Wie können Naturkatastrophen verhindert werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Umweltschutz und den Klimawandel liefert der neue Dokumentarfilm der Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio, Martin Scorsese und Fisher Stevens.

Weitere Informationen zum Film auf Wikipedia

Hier ist der Trailer des Films

Müllvermeidung durch verpackungsfreien Einkauf

In den vergangenen Jahren wurden in großen Städten wie Berlin, Hamburg und Köln Lebensmittelgeschäfte gegründet, in denen Waren ohne Verpackung zum Kauf angeboten werden oder deren Verpackungen wiederbefüllbar sind.

Wie geht das? Es gibt verschiedene Verfahren:

Waren, die aus hygienischen Gründen nicht zwingend eine eigene Verpackung benötigen, wie Reis, Nudeln etc. können im Geschäft selbst, aus großen Vorratsbehältern in wiederbefüllbare, mitgebrachte Gefäße abgefüllt werden. Dort stehen auch leere wiederbefüllbare Gefäße zum Kauf bereit.

In manchen dieser Geschäfte ist es auch möglich Waren des Frischwarenbereiches, wie Molkereiprodukte zu erstehen. Diese werden wie früher üblich, an herkömmlichen Frischetheken in beschichtetes Wachspapier eingewickelt. Darin wird es über die Theke gereicht und dann vom Kunden zumeist in eine mitgebrachte Umverpackung gelegt.

Daneben gibt es Milchautomaten, an denen man frische Milch in selbst mitgebrachte Flaschen zapfen kann. Das geschieht mit Hilfe von Zapfanlagen, in die die eigenen Flasche gestellt und dann befüllt wird. Nach jedem Befüllungsvogang wird im Anschluß die leere Füllkammer automatisch durchgespült und keimfrei gemacht. Solche Automaten finden sich auch gelegentlich in den Hofläden von Bauernhöfen.

Der einfachste Weg aber ist sicherlich der traditonelle Einkauf auf dem Wochenmarkt. Hier sollte man, will man Verpackungsmüll vermeiden, eigene Tüten oder Beutel mitbringen, denn leider befüllen auch dort immer mehr Händler ihre Waren in dünne Plastikbeutel.