SoLaWi – Solidarische Landwirtschaft

Als Solidarische Landwirtschaft (…) auch Gemeinschaftshof, Landwirtschaftsgemeinschaft, Versorgungsgemeinschaft,(…) wird eine Form der Vertragslandwirtschaft bezeichnet, bei der eine Gruppe von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem oder mehreren Partner-Landwirten kooperiert.(…). Die Verbraucher geben eine Abnahmegarantie (für wenigstens 6 Monate oder ein Jahr) für die Produktion des Landwirtes und erhalten im Gegenzug Einblick und Einfluss auf die Produktion. In der Regel zahlt jeder Verbraucher einen festen monatlichen Betrag.[1] In einigen Fällen geben die Verbraucher dem Landwirt auch ein zinsgünstiges Darlehen, um zum Beispiel den Aufbau des Hofes oder die Umstellung auf ökologische Produktion zu ermöglichen. Diese Partnerschaft unterstützt eine lokale Produktion und eine lokale Ernährung. Viele Solidarische Landwirtschaften folgen ökologischen Anbaumethoden. (Quelle: Wikipedia, Stand 9.11.18, [1] siehe

Elektromobilität

Elektroautos sind dort, wo Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel für umweltbewusste Menschen als Fortbewegungsmittel nicht ausreichen, zunehmender Beliebtheit. Im Rahmen der sogenannten Energiewende, die aus Klimaschutzgründen die Reduktion des Verbrauches an fossilen Energieträgern wie Erdöl zum Ziel hat, bieten E-Autos eine gute Lösung für den individuellen Nahverkehr. Wenn auch die Reichweite einer Akkuladung noch keine Langstrecken ohne Zwischenneubeladung ermöglicht, lassen sich tagesübliche Wegstrecken bequem, leise und emissionsfrei bewältigen. Besonders komfortabel nutzbar sind diese Autos für Menschen, die an ihrem Wohnort auf eine hauseigene Ladestation zurückgreifen können. Auch können sie dort einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten, wo städtische Fuhrparks wie Autos der Verwaltung oder Busse für den ÖPNV, die nachts geladen werden, zum Einsatz kommen. Voraussetzung für die Nachhaltigkeit dieser Fahrzeuge ist selbstverständlich eine Befüllung mit Strom aus erneuerbaren Quellen, wie Solar- Wasser- oder Windenergie. Der Staat unterstützt mit finanziellen Fördermitteln die Anschaffung von E-Autos und Ladesäulen.

Share Economy

Der Begriff Share Economy, ist ein weitgefasster Begriff für Firmen, Geschäftsformen, Offline- und Online-Communities die eine geteilte Nutzung von Ressourcen ermöglichen. Im Englischen nutzt man gleichbedeutend auch den Begriff Collaborative Consumption. Auch Wissen wird nach diesem Prinzip frei geteilt. Bekannt hierfür ist beispielsweise die offene Internet-Enzyklopädie Wikipedia, oder die wachsende Maker-Szene. „Maker“ nennen sich Tüftler die oftmals Ihre Produktbaupläne anderen frei zugänglich machen. Beispiele für längst etablierte Sharing-Konzepte kennt man aus der Landwirtschaft. In den 1950er Jahren organisierten sich kleinere landwirtschaftliche Betriebe, die einen eigenen Ankauf komplexer Maschinen nicht finanzieren konnten, in Form von Maschinenringen. So konnten gemeinsame Beschaffungen landwirtschaftlicher Geräte getätigt werden. Eine bekannte Rechtsform hierzu ist die Genossenschaft. Aufwind bekam das Prinzip der Share Economy durch die weite Verbreitung sozialer Netzwerke und elektronischer Marktplätze mittels mobiler Zugriffsgeräte wie Handys, Tablets und Laptops, sowie angebotener elektronischer Dienstleistungen.

Permakultur

Mit dem Begriff Permakultur bezeichnet man ein Prinzip, das auf die Erschaffung von dauerhaft funktionierenden nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt. Es wurde bereits in den 1970er Jahren von B. Mollison und D. Holmgren entwickelt. Ursprünglich in der Landwirtschaft praktisch umgesetzt ist sie inzwischen ein Denkprinzip, welches auch weitere Themen wie Energieversorgung oder die Ausgestaltung sozialer Versorgungsstrukturen betrachtet. Der Grundgedanke hierzu ist stets ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften.

Weitere Infos zu dem Thema.

Mieten statt kaufen

Wir kennen es alle schon vom Leihwagen im Urlaubsort, vom Lastwagen zum Umzug, oder von geliehenen Gartentischen für die Gartenparty: Mietverhältnisse statt Erwerb. Dabei muss man nicht Hollywoodstar sein, um sich Abendgarderobe und Edelsteincolliers für die Oskarverleihung zu mieten. Inzwischen bieten mehr und mehr Wirtschaftsunternehmen Konsumgüter mitsamt Versicherungsschutz, alternativ zum Kauf, an. Dabei sind nicht nur Parkettschleifmaschinen, Mörtelmischmaschinen oder anderes Werkzeug, zur Benutzung zu haben. Heute können auch Kleidungsstücke, Kinderwagen, und sogar Möbel gemietet werden.

Es bietet sich geradezu an, Geräte und Kleidung die nicht häufig, oder über einen längeren Zeitraum benötigt werden, auf diesem Weg zu nutzen. Zumal solche Dinge nicht längerfristig Stauraum in Anspruch nehmen. Diese Argumente zählen zusätzlich, besonders, da heute erworbene oder gemietete Grundstücke und Wohnungen ehr kleiner ausfallen, und Häuser mehrheitlich ohne Keller gebaut werden. Wir finden: Mietverhältnisse statt Erwerb sind eine Überlegung wert. Auf diesem Weg können zudem Ressourcen gespart und die Umwelt geschont werden.

Das Transition-Town-Netzwerk

Die Transition-Town-Bewegung, übersetzt etwa „Stadt im Wandel“, verbindet seit 2006 Soziale- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden, national und international. Innerhalb dieser Initiativen bemüht man sich darum einen Übergang in eine postfossile, lokale Wirtschaft zu gestalten. Gegründet wurde die Bewegung von Rob Hopkins u.a. Aufgrund der Einschätzung, dass die globale Politik nicht angemessen auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert, so dass Städte und Gemeinden sich eigenverantwortlich mit entsprechenden Maßnahmen auf eine Zukunft knapper werdender Rohstoffe einstellen müssen, initiieren Transition Towns Gemeinschaftsprojekte. Hierzu gehören u. a. Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs von fossilen Energieträgern und zur Stärkung von Regionalwirtschaft. Vortragsreihen, Gebrauchtkaufhäuser, Begegnungsprojekte wie Hausflurparties, Gemeinschaftsgärten, Repair Cafés, Fahrraddemonstrationen als Hinweis auf nachhaltige Verkehrskonzepte. All das sind nur einige wenige Beispiele für Aktivitäten im Rahmen des Netzwerks.

Giveboxes – Gabenboxen

Gebrauchtkaufhäuser, Secondhandläden, Flohmärkte. Diese Institutionen sind bewährter und nachhaltiger Bestandteil unserer Wirtschaftskreisläufe. Sie schaffen Arbeitsplätze und schonen Umweltressourcen. Was aber, wenn in einem Ort keine solchen Geschäfte wirtschaftlich betrieben werden können? Oder wenn sie für interessierte Menschen räumlich unerreichbar sind? Seit einiger Zeit gibt es in größeren Städten in zunehmender Anzahl eine Lösung: Sogennante Giveboxes. Giveboxes sind kleinere, oft selbst errichtete Räumlichkeiten, in denen gut erhaltene Produkte unterschiedlichster Art, zur kostenfreien Selbstbedienung abgestellt werden. Wer etwas zu verschenken hat kann es dort hinterlegen und wer etwas benötigt einfach mitnehmen.

Hier einige Stichworte zur eigenen Netzsuche: Umsonstladen, OuiShare, collaborative Produktion, collaborative Consumption

Networking, Petitionen und Sponsoring

Keine Sorge, wir wollen ihnen nichts verkaufen! Aber diese bequeme Option des Umweltschutzes möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

Wer zeitbedingt, oder aus Mangel an Inspiration, Geld oder anderen Gründen nicht selber Nachhaltigkeitsprojekte initiieren kann, hat dennoch die Option solche Projekte zu unterstützen. Hierfür bieten sich Beteiligungen an Petitionen ebenso an, wie finanzielle Unterstützung entsprechender Umweltschutzprojekte. Ein nennenswertes Projekt ist zum Beispiel das der Müllabfischung des erst zweiundzwanzigjährigen Niederländers Boyan Slat. Er plant die Weltmeere mithilfe selbst entwickelter Technologie, von eingetragenem Plastikmüll zu befreien. Dafür hat er innerhalb weniger Jahre über Spendenplattformen große Geldmengen zusammengetragen.

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Klage von einundzwanzig amerikanischen Kindern gegen die Umweltpolitik des Präsidenten Trump. Die „Climate Kids“ haben – laut der amerikanischen Verfassung – gerichtlich bereits bestätigt, Anspruch auf ein sicheres Klima. Dieses sehen sie bedroht und prozessieren daher vor einem US-Bundesgericht gegen die US-Regierung. Mithilfe von Spendenzuflüssen könnten sie in einem gerichtlichen Verfahren siegen, und so Trump verpflichten, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu drosseln.

Jeder kann zur Erhaltung der Umwelt beitragen: Mit eigenen Ideen, logistischer Unterstützung bestehender Projekte, der Verbreitung des Wissens solcher Projekte im Bekanntenkreis, gegen die Resignation vieler Menschen, oder mit Geldspenden. Wir müssen es nur tun!

Ethische Geldanlagen

Heute gibt es, noch relativ unbekannt, alternativ zu den herkömmlichen Kreditinstituten einige lobenswerte Alternativen. Banken eben, die ihre Bankgeschäfte nach ethischen und ökologischen Kriterien ausrichten. Interessenten können sich für Classics wie Sparbuch, Sparbrief, Tagesgeld, oder Festgeld zur Geldanlage entscheiden, aber auch Produkte wie Termineinlagen, ethisch-ökologische Investmentfonds, und Beteiligungen wählen. Somit kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – Geld anlegen und sinnvolle Projekte unterstützen. Diese Geldinstitute handeln nach festgelegten ethischen und ökologische Kriterien, die sie ihrem gesamten Bankgeschäft zugrunde legen. Aber Achtung: Die Begriffe „nachhaltige“, „umweltfreundliche“, „klimafreundliche“ oder „ethische“ Geldanlagen sind noch nicht geschützt. Auch gibt es keine vereinheitlichten Mindeststandards für nachhaltige Geldanlagen. Einige von ihnen schließen Investitionen, die in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen oder Atomkraft stehen, aus, andere setzen einen Schwerpunkt auf Investitionen in bestimmte Branchen, wie zum Beispiel Windenergieparks, Krankenhäuser oder Kindergärten. Doch wer mit gutem Gewissen Geld anlegen will, sollte sich auch gut informieren! Dennoch eine nennenswerte Geld-Angelegenheit.

Stichworte zur Suche im Internet: Ethische Geldanlagen, moralische Geldanlagen, green banking

Slow Food


Der Begriff Slow Food wurde von der gleichnamigen Organisation geschaffen für bewusstes, genussbetontes und regionaltypisches Essen. Somit ist Slow Food ein Gegenentwurf zu Convenience Food, bzw. Fastfood. Diese Bewegung hat ihren Ursprung in Italien. Sie bemüht sich um Stärkung und Erhaltung regionaler Küche mit heimischen tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen und deren lokale Produktion, nach dem Motto ihres Gründers Carlo Petrini, aus dem Jahr 2006: Gut, sauber und fair. Nach den Maßgaben der Organisation sollen die verwendeten Produkte auf traditionelle Weise hergestellt werden. Slow Food wurde wurde im Juli 1986 Petrini als „Arcigola“ gegründet, 1989 in Slow Food umbenannt und ist inzwischen zu einer internationalen Vereinigung mit knapp 80.000 Mitgliedern angewachsen. Der Verzicht auf lange Transportwege stärkt nicht nur die heimischen Erzeuger und verringert den Ausstoß von Stickoxyden sowie CO2, sondern schont zugleich Schlachtiere und Umweltressourcen.

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