Stadtimkern Urban Beekeeping

Die Imkerei zur Honigproduktion ist landläufig bekannt. In den vergangenen Jahren hat sie vermehrt Einzug in die Städte gehalten. Wo man zunächst keine Bienenweiden vermuten würde, ist dennoch inzwischen die Imkerei weit verbreitet. Ausgehend von den Dachterrassen Manhattans, in den 70ger Jahren, hat hierzulande die Imkerei Hinterhöfe, Privatgrundstücke und Balkone als Aufstellorte für die Bienenstöcke erreicht. Gärten, Stadtwälder und Parks bieten dabei den Bienen mehr von Pestiziden unbelastete Blüten, als große ländliche Monokulturen. Im vergangenen Jahr ist ein durchschnittlicher Rückgang bestäubender Insekten um 80% verzeichnet worden. Wo aber keine Bienen die Blüten befruchten, gibt es keine Obst und Gemüseerträge. Daher begrüßt der Imkerbund die Stadtimkerei im Grundsatz. Allerdings mit Einschränkungen. Denn die Bienenvölker brauchen Pflege: Als zeitgeistgemäßen Modetrend sollte Bienenhaltung nicht betrachtet werden.

Informieren Sie sich hier:

Deutschland summt! – Stadtimkerei
Bienenkiste – Bienen halten in der Stadt

Desweiteren besteht die Möglichkeit, sich durch eine Bienenpatenschaft zu engagieren:

Bienenpatenschaft – was ist das?

Networking, Petitionen und Sponsoring

Keine Sorge, wir wollen ihnen nichts verkaufen! Aber diese bequeme Option des Umweltschutzes möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

Wer zeitbedingt, oder aus Mangel an Inspiration, Geld oder anderen Gründen nicht selber Nachhaltigkeitsprojekte initiieren kann, hat dennoch die Option solche Projekte zu unterstützen. Hierfür bieten sich Beteiligungen an Petitionen ebenso an, wie finanzielle Unterstützung entsprechender Umweltschutzprojekte. Ein nennenswertes Projekt ist zum Beispiel das der Müllabfischung des erst zweiundzwanzigjährigen Niederländers Boyan Slat. Er plant die Weltmeere mithilfe selbst entwickelter Technologie, von eingetragenem Plastikmüll zu befreien. Dafür hat er innerhalb weniger Jahre über Spendenplattformen große Geldmengen zusammengetragen.

Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die Klage von einundzwanzig amerikanischen Kindern gegen die Umweltpolitik des Präsidenten Trump. Die „Climate Kids“ haben – laut der amerikanischen Verfassung – gerichtlich bereits bestätigt, Anspruch auf ein sicheres Klima. Dieses sehen sie bedroht und prozessieren daher vor einem US-Bundesgericht gegen die US-Regierung. Mithilfe von Spendenzuflüssen könnten sie in einem gerichtlichen Verfahren siegen, und so Trump verpflichten, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu drosseln.

Jeder kann zur Erhaltung der Umwelt beitragen: Mit eigenen Ideen, logistischer Unterstützung bestehender Projekte, der Verbreitung des Wissens solcher Projekte im Bekanntenkreis, gegen die Resignation vieler Menschen, oder mit Geldspenden. Wir müssen es nur tun!

Ethische Geldanlagen

Heute gibt es, noch relativ unbekannt, alternativ zu den herkömmlichen Kreditinstituten einige lobenswerte Alternativen. Banken eben, die ihre Bankgeschäfte nach ethischen und ökologischen Kriterien ausrichten. Interessenten können sich für Classics wie Sparbuch, Sparbrief, Tagesgeld, oder Festgeld zur Geldanlage entscheiden, aber auch Produkte wie Termineinlagen, ethisch-ökologische Investmentfonds, und Beteiligungen wählen. Somit kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – Geld anlegen und sinnvolle Projekte unterstützen. Diese Geldinstitute handeln nach festgelegten ethischen und ökologische Kriterien, die sie ihrem gesamten Bankgeschäft zugrunde legen. Aber Achtung: Die Begriffe „nachhaltige“, „umweltfreundliche“, „klimafreundliche“ oder „ethische“ Geldanlagen sind noch nicht geschützt. Auch gibt es keine vereinheitlichten Mindeststandards für nachhaltige Geldanlagen. Einige von ihnen schließen Investitionen, die in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen oder Atomkraft stehen, aus, andere setzen einen Schwerpunkt auf Investitionen in bestimmte Branchen, wie zum Beispiel Windenergieparks, Krankenhäuser oder Kindergärten. Doch wer mit gutem Gewissen Geld anlegen will, sollte sich auch gut informieren! Dennoch eine nennenswerte Geld-Angelegenheit.

Stichworte zur Suche im Internet: Ethische Geldanlagen, moralische Geldanlagen, green banking

Slow Food


Der Begriff Slow Food wurde von der gleichnamigen Organisation geschaffen für bewusstes, genussbetontes und regionaltypisches Essen. Somit ist Slow Food ein Gegenentwurf zu Convenience Food, bzw. Fastfood. Diese Bewegung hat ihren Ursprung in Italien. Sie bemüht sich um Stärkung und Erhaltung regionaler Küche mit heimischen tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen und deren lokale Produktion, nach dem Motto ihres Gründers Carlo Petrini, aus dem Jahr 2006: Gut, sauber und fair. Nach den Maßgaben der Organisation sollen die verwendeten Produkte auf traditionelle Weise hergestellt werden. Slow Food wurde wurde im Juli 1986 Petrini als „Arcigola“ gegründet, 1989 in Slow Food umbenannt und ist inzwischen zu einer internationalen Vereinigung mit knapp 80.000 Mitgliedern angewachsen. Der Verzicht auf lange Transportwege stärkt nicht nur die heimischen Erzeuger und verringert den Ausstoß von Stickoxyden sowie CO2, sondern schont zugleich Schlachtiere und Umweltressourcen.

Lesen Sie im Web weiter, denn Slow Food bietet noch viel mehr… Stichworte zum Googlen: Slow Food, Cittaslow, Slow Wine

Bürgerprojekt PSD Bank Westfalen-Lippe

Repair Café Rheda Wiedenbrück mit v.l. Wilfried Schwabe, Hans Schremmer, Anke Kupka, Henrike Groten, Katja Schröder, Hubert Kohnert und mit Franz-Josef Kukuk (r.) und Norbert Kerkhoff von der PSD-Bank und Chefredakteur Carsten Heil. Fotograf: Jürgen Peperhowe von den NW

Repair Cafe Rheda Wiedenbrück mit v.l. Wilfried Schwabe, Hans Schremmer, Anke Kupka, Henrike Groten, Katja Schröder, Hubert Kohnert und mit Franz-Josef Kukuk (r.) und Norbert Kerkhoff von der PSD-Bank und Chefredakteur Carsten Heil. Fotograf: Jürgen Peperhowe von den WN

Repair Café freut sich über Bürgerprojekt-Preis der PSD Bank Westfalen-Lippe

Das Repair Café der Lokalen Agenda 21 erhielt am 06.11.2015 einen Preis des Bürgerprojektes von der PSD Bank Westfalen-Lippe eG, Münster. Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung überreichte Norbert Kerkhoff, Vorstand der PSD Bank, den anwesenden Vertretern des Repair Cafés Horst Boden, Henrike Groten, Hubert Kohnert, Anke Kupka, Hans Schremmer, Katja Schröder und Wilfried Schwabe den mit 1.500 EUR dotierten Preis. Alle Aktiven freuen sich über diese Auszeichnung und werden mit den Mitteln das Projekt weiter ausbauen und gemäß dem diesjährigen Motto der Preisausschreibung PSD-Bürgerprojekt „Wissen überwindet Grenzen“ einsetzen.

PSD_Bürgerprojekt_2015_RC_RhWd_Zertifikat

Energiegenossenschaften

Energiegenossenschaften sind Teil der Energiewirtschaft in Rechtsform einer Genossenschaft. Ihr Ziel ist konzernunabhängige und ökologische Energiegewinnung. Viele Energiegenossenschaften wurden als Bürgerbeteiligungen auf kommunaler Ebene initiiert. Sie geben Bürgern die Möglichkeit, zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen und bieten darüber hinaus auch Anlage- und Investitionsmöglichkeiten in lokale und regionale Energieprojekte. Der Geschäftsbetrieb umfasst häufig Bau und Betrieb von Anlagen zur Gewinnung erneuerbaren Energien, oder die Beteiligung an solchen Anlagen. Aber auch Blockheizkraftwerke, die Beteiligung an Stadtwerken oder der Kauf und Betrieb von Gas- und Stromnetzen können Gegenstand von Energiegenossenschaften sein. Solche Genossenschaften werden entsprechend ihrer jeweiligen Technik auch Solargenossenschaft oder Windenergiegenossenschaft genannt. Zu Ende 2012 gab es in Deutschland bereits über 700 Energiegenossenschaften.

Swap-Parties – organisiertes Tauschen

Swap-Parties sind eine neue Kultform des organisierten Tauschens, die aus den USA nach Deutschland geschwappt ist und schon in Berlin, Köln und München begeisterte Anhänger gefunden hat.

Unter swapping (übersetzt aus dem Englischen: tauschen) versteht man das Austauschen hochwertiger Gebrauchtkleidung über Tauschbörsen, unter Freunden oder bei organisierten Veranstaltung wie eben Swap-Parties. Man trifft sich in entsprechend großen Räumlichkeiten zum Tausch eigens mitgebrachter Kleidung gegen Kleidungsstücke anderer Teilnehmer. Das Prinzip ist simpel: Jedes Kleidungsstück, das abgegeben wird, bekommt eine bestimmte Anzahl von Punkten, je nach Artikel, Größe und Qualität. Am Ende bekommt man einen Punkte-Bon, mit dem man nach Herzenslust tauschen kann. Das Swappen so populär geworden ist, ist den vielen internationalen Promis zu verdanken, die auf Second Hand stehen. Stars wie die Schauspielerin Reese Witherspoon, das Partygirl Peaches Geldof, und Model Naomi Campbell sind begeistert von diesem Trend. Besonders beliebt sind solche Veranstaltung unter Schülern, jungen Erwachsenen und Studenten, die ohne Umwelt und Geldbeutel zu belasten, gerne mal ihre Garderobe welchseln oder modisch experimentieren wollen.

CarSharing

Beim CarSharing, das sich inzwischen in vielen Städten wachsender Beliebtheit erfreut, teilen sich mehrere Nutzer nach verschiedenen Modellen ein oder auch mehrere gemeinsames Auto/s. Dabei wird das Fahrzeug hauptsächlich für kürzere Zeiträume oder einzelne Fahrten, bzw für Fahrten innerhalb bestimmter Gegenden, gemietet. Häufig genutzt werden CarSharingmodelle von jungen Erwachsenen, die zum Beispiel als Stadtbewohner auf gute öffentliche Personennahverkehrsstrukturen zurückgreifen können und nur gelegentlich auf einen PKW nicht verzichten wollen. Bei öffentlichen CarSharingnetzen kennen sich die verschiedenen Nutzer eines CarSharinganbieters in der Regel nicht. Dem entgegen stehen die privat organisierten CarSharing-Modelle wie zum Beispiel Wohngemeinschaften die sich ein Fahrzeug teilen oder das kleine Eifeldorf Gey, das als CarSharing-Gemeinschaft ein Dorf-Fahrzeug unterhält. In jedem Fall sparen beide CarSharingvarianten Kraftstoffe, Haltungskosten und Platz. Platz auf Abstellflächen und Platz auf den Straßen. Denn wer ein eigenes Auto unterhält, auch wenn er es nicht wirklich bräuchte, nutzt es auch.

Übrigens: Auch in Rheda-Wiedenbrück hat sich die Lokale Agenda 21 für ein solches Angebot eingesetzt. Es gibt 3 Standplätze in der Stadt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: CarSharing in Rheda-Wiedenbrück

Stichworte zur weiterführenden Netzrecherche: CarSharing, CarSharing-Gemeinschaft Gey Mitfahrzentralen

CarSharing am Bahnhof Rheda

CarSharing am Bahnhof Rheda

Klimawandel-Dokumentarfilm „Before the Flood“

Wie schlimm steht es wirklich um den blauen Planeten? Wie können Naturkatastrophen verhindert werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Umweltschutz und den Klimawandel liefert der neue Dokumentarfilm der Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio, Martin Scorsese und Fisher Stevens.

Weitere Informationen zum Film auf Wikipedia

Hier ist der Trailer des Films