Fahrradfahren

Nicht wirklich neu, zugegeben, aber vor allem in großen Städten deutlich zunehmend: Fahrradfahren

Große Städte räumen, bedingt durch die Problematik der Luftverschmutzung und des hohen Verkehrsaufkommens, dem Radverkehr stadtplanerisch zunehmend Prioritäten ein. Allen voran Kopenhagen. Das Radwegenetz wird ständig erweitert, holperige Straßenübergänge werden baulich verbessert, Ampelschaltungen geändert. Oft werden auch stillgelegte gradlinige Bahntrassen zu Fahrradschnellwegen umgenutzt. Technische Neuerungen wie Gabel- und Sattelfederungen, unempfindlichere Reifen, auf die Nutzer ergonomisch angepaßte Sättel und Rahmen und diverse Ausrüstungsgegenstände haben die Räder viel komfortabler gemacht. Daneben erleichtern E-Bikes das Fahren und ermöglichen die Überwindung größerer Distanzen. Fahrrad-Mietangebote in größeren Städten ergänzen das Angebot. Viele Firmen räumen heute Ihren Angestellten E-Bike-Leasing-Möglichkeiten ein und schaffen Fahrradabstellplätze. Das Radfahren hat einige positive Aspekte: Es erspart bei zunehmenden Mobilitätsansprüchen der wachsenden Städte Raum für Autostellplätze, vermindert den Ausstoß von CO2 und Stickoxiden, spart Unterhaltskosten für PKWs und verbindet den Arbeitsweg zugleich mit der Prävention von Bewegungsmangel.

Strom Communities

Strom Communities sind Gemeinschaften von privaten Stromerzeugern, die sich zur gemeinsamen Selbstversorgung mit Strom zusammengeschlossen haben. Dazu braucht es Solarzellen auf den Gebäuden mehrerer Nutzer, mit angeschlossenen Speicherbatterien, sowie Hard- und Software um den erzeugten eigenen Stromüberschuß, bzw. den Strommangel durch die Kapazitäten der Mitglieder auszugleichen. Finden sich ausreichend Teilnehmer kann man sich weitgehend von den herkömmlichen Stromversorgern unabhängig machen. Nur im Notfall, bei andauernd bedecktem Himmel in der dunklen Jahreszeit, muß man auf konventionell erzeugten Strom zurückgreifen. Hier der Link auf einen Artikel im Nachrichtenmagazin Spiegel-Online, zum Thema

Share Economy

Der Begriff Share Economy, ist ein weitgefasster Begriff für Firmen, Geschäftsformen, Offline- und Online-Communities die eine geteilte Nutzung von Ressourcen ermöglichen. Im Englischen nutzt man gleichbedeutend auch den Begriff Collaborative Consumption. Auch Wissen wird nach diesem Prinzip frei geteilt. Bekannt hierfür ist beispielsweise die offene Internet-Enzyklopädie Wikipedia, oder die wachsende Maker-Szene. „Maker“ nennen sich Tüftler die oftmals Ihre Produktbaupläne anderen frei zugänglich machen. Beispiele für längst etablierte Sharing-Konzepte kennt man aus der Landwirtschaft. In den 1950er Jahren organisierten sich kleinere landwirtschaftliche Betriebe, die einen eigenen Ankauf komplexer Maschinen nicht finanzieren konnten, in Form von Maschinenringen. So konnten gemeinsame Beschaffungen landwirtschaftlicher Geräte getätigt werden. Eine bekannte Rechtsform hierzu ist die Genossenschaft. Aufwind bekam das Prinzip der Share Economy durch die weite Verbreitung sozialer Netzwerke und elektronischer Marktplätze mittels mobiler Zugriffsgeräte wie Handys, Tablets und Laptops, sowie angebotener elektronischer Dienstleistungen.

Permakultur

Mit dem Begriff Permakultur bezeichnet man ein Prinzip, das auf die Erschaffung von dauerhaft funktionierenden nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen zielt. Es wurde bereits in den 1970er Jahren von B. Mollison und D. Holmgren entwickelt. Ursprünglich in der Landwirtschaft praktisch umgesetzt ist sie inzwischen ein Denkprinzip, welches auch weitere Themen wie Energieversorgung oder die Ausgestaltung sozialer Versorgungsstrukturen betrachtet. Der Grundgedanke hierzu ist stets ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften.

Weitere Infos zu dem Thema.

Mieten statt kaufen

Wir kennen es alle schon vom Leihwagen im Urlaubsort, vom Lastwagen zum Umzug, oder von geliehenen Gartentischen für die Gartenparty: Mietverhältnisse statt Erwerb. Dabei muss man nicht Hollywoodstar sein, um sich Abendgarderobe und Edelsteincolliers für die Oskarverleihung zu mieten. Inzwischen bieten mehr und mehr Wirtschaftsunternehmen Konsumgüter mitsamt Versicherungsschutz, alternativ zum Kauf, an. Dabei sind nicht nur Parkettschleifmaschinen, Mörtelmischmaschinen oder anderes Werkzeug, zur Benutzung zu haben. Heute können auch Kleidungsstücke, Kinderwagen, und sogar Möbel gemietet werden.

Es bietet sich geradezu an, Geräte und Kleidung die nicht häufig, oder über einen längeren Zeitraum benötigt werden, auf diesem Weg zu nutzen. Zumal solche Dinge nicht längerfristig Stauraum in Anspruch nehmen. Diese Argumente zählen zusätzlich, besonders, da heute erworbene oder gemietete Grundstücke und Wohnungen ehr kleiner ausfallen, und Häuser mehrheitlich ohne Keller gebaut werden. Wir finden: Mietverhältnisse statt Erwerb sind eine Überlegung wert. Auf diesem Weg können zudem Ressourcen gespart und die Umwelt geschont werden.

Freiwillige CO2 Kompensation / Emissionshandel

Heute soll der freiwillige Emissionshandel über Zertifikate vorgestellt werden.

Wirtschaftsunternehmen weltweit verbrauchen bei ihren Produktionsprozessen Energie. Bei der dazu notwendigen Verbrennung fossiler Energieträger, wird das klimaschädliche Gas CO2 freigesetzt/emittiert. Um den damit verbundene Schädigung der Umwelt auszugleichen, zu kompensieren, müssen die Unternehmen sogenannte CO2 Zertifikate kaufen. Ein CO2 Zertifikat entspricht der Einsparung von 1 Tonne CO2 Äquivalent durch ein Klimaschutzprojekt, das nachweislich diese Menge an CO2 eingespart oder reduziert hat. Welche Anzahl von Zertifikaten die Unternehmen erwerben müssen, ist im Kyoto-Abkommen zum Schutz der Umwelt geregelt. Was in der Weltwirtschaft in dieser Art geregelt ist, können auch gewissenhafte Privatpersonen freiwillig tun. So bieten zum Beispiel Fluglinien Erwerb und Stilllegung solcher Zertifikate, zum Ausgleich für das durch Flug anfallende CO2 an. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn sich die Emissionen anderweitig nicht hätten vermeiden oder reduzieren lassen, und das Klimaschutzprojekt ohne die Erlöse aus dem Verkauf der Zertifikate nicht hätte realisiert werden können. Es handelt sich also um eine moderne Art des Ablasshandels gegenüber der Umwelt. Das Gute an dieser Art der Gewissenserleichterung ist die genaue Berechnung des angemessenen Preises/Wertes der Kompensation. Das Angebot von freiwilliger Kompensationsleistung an Verbraucher hat zusätzlich einen bewusstseinsbildenden Effekt für die Konsequenzen des eigenen Handelns.

Zum Nachlesen https://www.dehst.de/DE/Klimaschutzprojekte-durchfuehren/Freiwillige-Kompensation/freiwillige-kompensation-node.html

Plant-for-the-Planet

Diese Kinder- und Jugendinitiative kam zustande durch das Engagement von Felix Finkenbeiner, der im Alter von neun Jahren 2007 seine Umweltschutzkampagne begann. Deren Ziel ist es, Kindern, deren Eltern, sowie weitere Menschen für den Klimawandel zu sensibilisieren und für ihr Klimaschutzprojekt zu begeistern. Mittels weltweiter Baumpflanzaktionen nach Vorbild der verstorbenen afrikanischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, soll CO2 aus der Luft gebunden werden, um die Erderwärmung zu bremsen. Ziel ist es, Menschen dazu zu bewegen, in jedem Land der Erde jeweils eine Million Bäume zu pflanzen. Zur Finanzierung der Pflanzungen verkauft die Initiaitve eigene Bio-Schokolade, T-Shirts und Publikationen zum Thema, und sammelt Spendengelder. Bis heute wurden bereits 15.205.110.774 Bäume gepflanzt. Zum Nachlesen: www.plant-for-the-planet.org

Das Transition-Town-Netzwerk

Die Transition-Town-Bewegung, übersetzt etwa „Stadt im Wandel“, verbindet seit 2006 Soziale- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden, national und international. Innerhalb dieser Initiativen bemüht man sich darum einen Übergang in eine postfossile, lokale Wirtschaft zu gestalten. Gegründet wurde die Bewegung von Rob Hopkins u.a. Aufgrund der Einschätzung, dass die globale Politik nicht angemessen auf die Herausforderungen des Klimawandels reagiert, so dass Städte und Gemeinden sich eigenverantwortlich mit entsprechenden Maßnahmen auf eine Zukunft knapper werdender Rohstoffe einstellen müssen, initiieren Transition Towns Gemeinschaftsprojekte. Hierzu gehören u. a. Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs von fossilen Energieträgern und zur Stärkung von Regionalwirtschaft. Vortragsreihen, Gebrauchtkaufhäuser, Begegnungsprojekte wie Hausflurparties, Gemeinschaftsgärten, Repair Cafés, Fahrraddemonstrationen als Hinweis auf nachhaltige Verkehrskonzepte. All das sind nur einige wenige Beispiele für Aktivitäten im Rahmen des Netzwerks.

Giveboxes – Gabenboxen

Gebrauchtkaufhäuser, Secondhandläden, Flohmärkte. Diese Institutionen sind bewährter und nachhaltiger Bestandteil unserer Wirtschaftskreisläufe. Sie schaffen Arbeitsplätze und schonen Umweltressourcen. Was aber, wenn in einem Ort keine solchen Geschäfte wirtschaftlich betrieben werden können? Oder wenn sie für interessierte Menschen räumlich unerreichbar sind? Seit einiger Zeit gibt es in größeren Städten in zunehmender Anzahl eine Lösung: Sogennante Giveboxes. Giveboxes sind kleinere, oft selbst errichtete Räumlichkeiten, in denen gut erhaltene Produkte unterschiedlichster Art, zur kostenfreien Selbstbedienung abgestellt werden. Wer etwas zu verschenken hat kann es dort hinterlegen und wer etwas benötigt einfach mitnehmen.

Hier einige Stichworte zur eigenen Netzsuche: Umsonstladen, OuiShare, collaborative Produktion, collaborative Consumption